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Die Opfers: Endstation Mümmelmannsberg

18.05.2010 - 17:59 von Redaktion

TRIGGERWARNUNG
Du solltest das Album nicht anhören, wenn Du Opfer von Gewalt und Verfolgung warst oder dem noch ausgesetzt bist. Frauen, Veganer und Linkshänder sollten Abstand davon nehmen.

LAUTSTÄRKEWARNUNG
Das Album verfehlt seine Wirkung, wenn es nicht in voller Lautstärke angehört wird.

DIE OPFERS - ENDSTATION MÜMMELMANNSBERG
1. Die Dualität Des Menschn (04:39)
2. Hass Mit Kartoffelsalat (05:28)
3. Pimmelkruste Am Stiel (Feat. Sirupsosse) (06:48)
4. Schwanzlutscher (03:55)
5. Zeitungsstellung (05:25)

1. Die Opfers - Die Dualitaet Des Menschn



2. Die Opfers - Hass Mit Kartoffelsalat



3. Die Opfers - Pimmelkruste Am Stiel (Feat. Sirupsosse)



4. Die Opfers - Schwanzlutscher



5. Die Opfers - Zeitungsstellung



Immer wieder wurden wir gefragt, ob es nicht denn möglich wäre, den Soundtrack zu "Opfers des Krieges - Codename: KOT" zum Download anzubieten. Wir freuen uns, euch endlich mitteilen zu können, dass es uns gelungen ist, die beiden Mitglieder der Band, Sida Spackenheimer und Uschi Fischdahm, sowie Produzent Felix Gerbrod davon zu überzeugen, das Album kostenlos der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen.

Bei dem Album "Endstation Mümmelmannsberg" handelt es sich um ein Konzeptalbum, das die Zerissenheit der menschlichen Seele durch Krieg und Gewalt zum Thema hat. In fünf eindrucksvollen Tracks glänzen Fischdahm und Spackenheimer in subtiler Kritik von Hass und Gewalt im Kontext der modernen Entwicklungen der Zeit.

Schon der erste Titel "Die Dualität des Menschn" eröffnet einen tiefen Blick in in die janusköpfige Seele eines jeden. Von einem Zustand relativer Ruhe ausgehend entwickelt sich eine subtile Verstörtheit, die zunächst kaum hörbar im Hintergrund leichte Irritationen auslöst.

Etwas ist nicht in Ordnung, allerdings ist unklar, was genau. Mit diesem Gefühl im Kopf entwickelt "Hass mit Kartoffelsalat" schon nach den ersten 30 Sekunden ein extremes Gefühl der Abneigung, dass sich schon bald zu abgrundtiefem Hass steigert, bei dem jedes menschliche Gefühl verloren geht. Man ist noch Mensch, aber das hat seine Bedeutung für das Sein verloren.

Genau in dem Moment, in dem es unerträglich wir, bricht das Stück ab und "Pimmelkruste Am Stiel" beginnt. Unvermittelt tritt ein Moment diabolischer Ruhe ein, die Aggression verwandelt sich in unbändige sexuelle Energie, die sich eruptiv entlädt. Liebes- und Todestrieb vereinen sich am Ende und werden eins. Den Sinn erfüllt, brechen Protagonist und Antagonist in sich zusammen, erleben gleichzeitig Tod und Wiedergeburt. Die Läuterung scheint erfolgt.

Der Schein trügtt, denn Spackenheimer und Fischdahm tauchen in "Schwanzlutscher" umso tiefer in die Gestade von Folter und Mord. Statt einer Vereinigung erfolgt eine Trennung, die absolut ist. Die Unterwerfung ist total, es gibt keinen Ausweg. Gnade wird erfleht, doch das Wissen um die Hoffnungslosigkeit erfüllt schon während Wunschs jede Faser des Bewusstsein. Der Tod und die Erlösung rücken in unerreichbare Weiten.

Geradezu versöhnlich wirkt das letzte Stück "Zeitungsstellung", in der es zu einer Besinnung auf die menschlichen Werte zu kommen scheint. Hier jedoch ist im Gegenzug zu "Pimmelkruste am Stiel" die Hoffnung wieder greifbar. Wir sind alle noch Menschen und niemand kann uns das jemals nehmen. Doch die Frage bleibt: Wie kann man nach all diesen Verbrechen weiterleben ohne zu verzweifeln?

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